Wer sich in Deutschland für ein Informatikstudium interessiert, hat verschiedene Möglichkeiten, dies umzusetzen. Hochschulen in Deutschland, wie Universitäten oder ähnliche Hochschulen, bieten dieses Studium ebenso an, wie Fachhochschulen. Je nach gewählter Schulform kann der Inhalt des Studiengangs mitunter stark voneinander abweichen. Das Studium wird aber grundsätzlich mit einer Hochschulprüfung abgeschlossen, so dass der Absolvent dann einen akademischen Grad trägt.
Universitäten bereiten mit ihrem Studium eher auf die wissenschaftliche Entwicklung neuer Methoden vor, während Fachhochschulen sich eher auf die Vermittlung der Fähigkeit beschränken, bereits etablierte Methoden der Wissenschaft anzuwenden.

Wer sich für eine duale Ausbildung in diesem Studienbereich entscheidet, findet an diversen Berufsakademien die Möglichkeit dazu. Hier wird ein Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen geschlossen, bei dem die eine Hälfte der Ausbildung erfolgt. Am Ende der dualen Ausbildung erhält der Absolvent zum Abschluss keinen akademischen Grad, sondern eine staatliche Abschlussbezeichnung.

Die Studieninhalte werden aus den Grundlagen der theoretischen, praktischen und technischen Informatik und dem Bereich der Mathematik gebildet. Die Studenten erlernen Datenstruktuen und Computertechnik ebenso wie Agorithmen und Logik. Neben diesen allgemeinen Inhalten für allgemeine Studiengänge in der Informatik gibt es mittlerweile Spezialisierungen, da Unternehmen sich oftmals auf bestimmte Anwendungsgebiete der Informatik festlegen. Bioinformatik, Medien- oder auch Geoinformatik sind im Kommen. Möglich ist auch ein Studium auf Lehramt. Im Allgemeinen dauert ein Studium des Fachs Informatik 9 Semester, an den Fachhochschulen allerdings meist nur 8 Semester, wobei darin schon ein bis zwei Praxissemester eingerechnet sind.

In den Studiengängen in Deutschland hat sich allgemein einiges in den letzten Jahren verändert. Dies betrifft seit diesem Jahr auch die Studiengänge im Bereich der Informatik. Diplomstudiengänge sind Auslaufmodelle, da nun gestufte Studiengänge mit dem Abschluss als Bachelor oder Master ihren Platz einnehmen. Diese Studiengänge haben andere Regelstudienzeiten. Für einen Bachelor berechnet man in der Regel 6 bis 8 Semester, für den Master muss man noch zusätzlich 4 Semester hinzurechnen. In einem Masterstudiengang kann man sich zudem entscheiden, ob man eher anwendungs- oder eher forschungsorientiert agiert. Auch die Berufsakademien bieten Bachelorstudiengänge an, bei denen eine staatliche Abschlussbezeichnung vergeben wird. Diese Abschlüsse erhalten demnächst die gleichen Berechtigungen, die die Bachelorabschlüsse an Hochschulen erhalten. So wird die Zulassung vereinfacht, wenn man noch ein weiterführendes Studium anhängen möchte.
Zum Abschluss der neuen Informatik-Studiengänge verleiht man den Absolventen die Abschlussbezeichnungen Bachelor of Science oder Master of Science. Hierin sind auch Abschlüsse in Mathematik, Naturwissenschaften und anderen Wissenschaften enthalten, die sich nach der Spezialisierung richten.

Wer seinen akademischen Grad an einer Universität erwirbt, darf sich dann Diplom-Informatiker nennen, was im Allgemeinen als Dipl.-Inform oder Dipl.-Inf. Abgekürzt wird.